Home » Technik » Optisches Kabel: Datenübertragung über Lichtwellenleiter
optisches kabel

Optische Kabel werden auch als Lichtleiterkabel bezeichnet und dienen der Verbindung von Geräten im Fernseh-, HiFi- und Computerbereich. Die Übertragung der Signale findet bei dem weitverbreiteten Toslink-Standard auf dem digitalen Weg statt mit einer Geschwindigkeit von 20 MBit pro Sekunde. Verbunden werden können auf diese Weise Verstärker und CD- bzw. SACD-Player, Fernseher und DVD- und Blu-Ray-Player oder auch Computerkomponenten untereinander, wie zum Beispiel die Soundkarte und Decoder. Die Preise für optische Kabel können je nach Fertigungsqualität erheblich schwanken. Die Preise für Einsteigerkabel bewegen sich zwischen 5 und 20 Euro bei Kabellängen von einem bis zwei Metern, im High-End-Bereich können zwei Metern um die 40 Euro kosten. Die Unterschiede dieser Kabel sollten in der Praxis aber nicht zu groß sein, da die digitale Übertragung wenig anfällig für Störquellen ist.

Die Lichtleiterkabel wurden entwickelt als Alternative zum klassischen digitalen Kabel, das auch als elektrisches Digitalkabel bezeichnet wird oder als sogenanntes Koaxkabel. Die Koaxkabel basieren auf einem elektronischen Datenstrom, die neueren Toslink-Kabel hingegen auf Lichtimpulsen, die auf einer Glasfaserstrecke übertragen werden. Die Bezeichnung Toslink stammt von der Standardisierung der Stecker, die es erlauben, ein solches Lichtleiterkabel universell an allen Geräten mit optischen Ein- und Ausgängen zu verwenden. Gleichzeitig sind diese Steckverbindungen jedoch auch die einzige mögliche Schwachstelle solcher Kabel unter der Voraussetzung, dass der Kabelstrang selbst nicht beschädigt ist. Es kann nämlich zu einer Veränderung der Dämpfungswerte des Kabels kommen, wenn der Kontakt von Kabel und Gerät absolut korrekt ist. Das Resultat hiervon wären dann Bildartefakte, wie sie etwa beim Abspielen von DVDs vorkommen können. Auf eine hochwertige Steckverbindung ist also in jedem Fall zu achten.

Die Stecker der Toslink-Kabel werden manchmal auch als F05-Stecker bezeichnet. Eine weitere Variante ergibt sich bei der 3,5mm-Miniplug-Verbindung. Sie kommt in der Praxis immer dann zum Einsatz, wenn neben dem optischen Ausgang Platz geschaffen werden muss für einen analogen Klinkenstecker. Der Toslink-Stecker weist dann eine veränderte Form auf und ähnelt den konventionellen Klinkensteckern. Eine solche Steckervariante ist insbesondere bei modernen Notebooks zu finden, die mit Decodern für Mehrkanalklan wie Dolby Digital 5.1 verbunden werden sollen. Ebenfalls häufig anzutreffen sind die Toslink-Stecker bei Spielekonsolen, da auch diese zur Wiedergabe von Mehrkanal-Audio auf dem digitalen Wege fähig sind.

© Linleo – Fotolia.com


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